AG Corman - Virusdiagnostik, klinische Virologie, Ökologie und Evolution zoonotischer Viren

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Forschungsschwerpunkt:

Unsere Arbeitsgruppe befasst sich mit der Diversität und Evolution von RNA-Viren -im Besonderen mit zoonotischen Viren, die ihr Reservoir in anderen Säugetieren haben und im Menschen zum Teil schwere Krankheiten auslösen können. Durch die Untersuchung von Virusdiversität in bekannten und vermuteten Tierreservoiren versuchen wir die Biologie dieser Viren besser zu verstehen.
Das gewonnene Wissen hilft uns außerdem für diese neuen und neu auftretenden Viren diagnostische Tests zu entwickeln.

ORCID-Profil: orcid.org/0000-0002-3605-0136
Publons-Profil: publons.com/researcher/1642466/victor-max-corman/

Victor M. Corman ist “Highly Cited Researcher 2018” in der Kategorie Cross-Field, Clarivate Analytics ( https://hcr.clarivate.com/ ) und gehört damit zu dem 1% der meistzitierten Wissenschaftlern seines Fachgebiets (basierend auf der Auswertung der Datenbank „Web of Science“)

Mitarbeitende

Institut für Virologie Charité: Fabian Pirzer
M.Sc. Fabian Pirzer

In meiner Arbeit untersuche ich die Auswirkungen von Landschaftsveränderung auf Viruspopulationen und Virusevolution in den ortsansässigen Nagetieren; am Beispiel des Baus des Panamakanals.

Tobias Bleicker

Ich interessiere mich besonders für die Etablierung und Weiterentwicklung neuer molekularbiologischer Methoden, insbesondere im Bereich High-Throughput Sequenzing

Philip El-Duah

Ich koordiniere ein gemeinsames Forschungsprojekt unter dem Dach des PANDORA-ID-NET-Konsortiums. Das Projekt untersucht den Einfluss von moderner Diagnostik auf den klinischen Verlauf von Infektionen des Gehirns in Ghana.

Petra Mackeldanz

Neben dem direkten Nachweis von Erregern ist der Nachweis von Antikörpern eine sehr wichtige Methode für epidemiologischen Studien und Patientendiagnostik. Ich bin verantwortlich für die Anwendung von Antikörper-Nachweisverfahren für neue und zoonoti

Julia Schneider

Eine Enzephalitis kann durch mehr als 100 verschiedene Viren ausgelöst werden. Mein Ziel ist es, einen HTS basierten Ansatz für die routinemäßige Diagnostik zu entwickeln und dabei die Diversität und Evolution der ursächlichen Viren zu untersuchen.

William Tasiame

Die Tollwut ist ein großes Problem in Westafrika. Ziel meiner Arbeit ist es Tollwut-Antikörper in Hunden und zirkulierende Tollwutviren in unterschiedlichen Ökozonen in Ghana zu untersuchen.

Nadine Krüger

Studentische Hilfskraft (Konsiliarlabor für Coronaviren)

Agnieszka Krawczyk

Studentische Hilfskraft (Labor Berlin)

Marie Luisa Schmidt

Mittels reverser Genetik und NGS versuche ich das Wissen über chronische Infektionen durch das Hepatitis E Virus zu erweitern.

Projekte

I. Diagnostik neuer und neu auftretender Viren

Zusammen mit dem virologischen Team in Labor Berlin entwickeln und evaluieren wir Testverfahren für die Diagnostik von Viren. Zurzeit arbeiten wir an der Implementierung von High-Throughput-Sequenzierungstechnologien für die Routinediagnostik von Viruserkrankungen beim Menschen. Unsere aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf Krankheitserreger, die eine akute oder chronische Enzephalitis verursachen können (z. B. Lyssavirus, Enterovirus, Flavivirus usw.).


Unsere Arbeit wird durch eine intramurale Innovationsförderung der Labor Berlin - Charité Vivantes Services GmbH sowie durch ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gefördert.

II. Klinische Virologie

In diesem Arbeitsfeld beschäftigen wir uns mit der chronischen Hepatitis E-Virus-Infektion beim Menschen, wo wir u.a. zusammen mit dem RKI (Prof. T. Bock) einen Forschungsverbund koordinieren. Außerdem sind wir an Diagnostik, Epidemiologie und klinischen Präsentation von MERS-CoV-Infektionen bei Menschen und Tieren interessiert. Wir fungieren als nationales Konsiliarlabor für humane Coronaviren und nehmen Proben für diagnostische Untersuchungen an.


Unsere Arbeit zur chronischen Hepatitis E-Virus-Infektion wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Unsere Arbeit an MERS-CoV wird vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und vom Bundesministerium für Gesundheit (Konsiliarlabor) unterstützt.

Daten zu einem importierten West-Nil-Virus-Fall

Der Stammbaum von West Nil-Viren zeigt die Einordnung des in Deutschland 2018 gefundenen WNV im Vergleich zu anderen, bekannten WNV.
Maximum Likelihood phylogenetic analysis of complete coding sequence from the imported WNV case together with reference sequences. Bootstrap values (%) of 500 repetitive analyses are given next to the nodes. Taxon names of all reference sequences include GenBank accession number, strain, and lineage as defined before [1,2]. 1 Barzon, L. et al. Clin Microbiol Infect 21, 1122 e1121-1110, doi:10.1016/j.cmi.2015.07.018 (2015). 2 Fall, G. et al. PLoS Negl Trop Dis 11, e0006078, doi:10.1371/journal.pntd.0006078 (2017).

A patient hospitalized in Berlin since 18th August 2018 has been confirmed to have an infection with West Nile Virus (WNV). The infection was likely acquired during a holiday trip to Northern Italy (Venice area) after his return cerebrospinal fluid and blood samples taken on 28th of August tested positive for West Nile virus RNA.

In light of the recent increase of human West Nile virus cases in Southern Europe (see: https://ecdc.europa.eu/en/west-nile-fever/surveillance-and-disease-data/disease-data-ecdc
for details) and the lack of any available virus sequences we want to share the WNV genome sequence obtained from the CSF sample of this case. Download-LINK *.fasta

The full genome sequence is highly similar to that of strain Italy/2014/Verona/35.2 (GenBank Acc No. KP789956), a strain that belongs to genetic lineage II and was obtained from a human case in the same geographic area 4 years ago. There are only 12 nucleotide exchanges across the entire genome of 10,939 nt.
The sequence has been submitted to GenBank for immediate release (GenBank Acc. no. MH910045).

Victor Corman

Christian Drosten

III. Ökologie und Evolution zoonotischer Viren

Hier arbeiten wir hauptsächlich an RNA-Viren, die bei Menschen Krankheiten verursachen. Derzeit konzentrieren wir uns auf Arbeiten zu dem evolutionären Ursprung von humanen Coronaviren und untersuchen einen neuartigen, zoonotischen Hepatitis E Virus-Genotyp (Orthohepevirus A, Genotyp 7), der in Dromedaren entdeckt wurde.


Unsere Arbeit wird durch ein Projekt des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) unterstützt.

Kooperationen

  • Prof. Thomas Bock, Viral Gastroenteritis and Hepatitis Pathogens and Enteroviruses, Robert Koch-Institute, Berlin, Germany
  • Dr. Sally Baylis, Paul-Ehrlich-Institute, Langen
  • Prof. Steve Goodman, The Field Museum of Natural History, Chicago, Illinois, USA
  • Prof. Jörg Jores, Institute of Veterinary Bacteriology, University of Bern, Bern, Switzerland.
  • Prof. Jörg Ganzhorn, Institute of Zoology, University of Hamburg, Hamburg, Germany
  • Prof. Simone Sommer, Institute of Evolutionary Ecology and Conservation Genomics, University of Ulm, Ulm, Germany
  • Prof. Ulrich Wernery, Central Veterinary Research Laboratory, Dubai, UAE

Wissenschaftliche Publikationen

 Eine aktuelle Liste aller Veröffentlichungen finden Sie in der pubmed-Liste bzw. auf

Google Scholar.

 

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