AG Schönrich

Virusimmunologie

Wir erforschen die komplexen Interaktionen zwischen Viren und den Komponenten des Immunsystems. Ein Aspekt sind die Strategien, durch die sich Viren der Immunabwehr entziehen (virale Immunevasion). Ein anderer sind virusinduzierte Immunreaktionen, die zu Organ- und Gewebeschäden im Organismus führen (virale Immunpathogenese). Die Medizin kann letztlich von den Viren lernen, wie unerwünschte Immunreaktionen beeinflusst werden. Dieser Lernprozess wird langfristig zu neuen immunmodulatorischen Therapieformen in der Transplantationsmedizin und bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen führen. Schließlich ist die genaue Kenntnis der Interaktionen zwischen Viren und Immunsystem unabdingbar, um effiziente Impfstoffe zu entwickeln.

AG-Leiter

Prof. Dr. Günther Schönrich

Kommissarischer Institutsdirektor

Mitarbeiter

  • Dr. Martin J. Raftery, Post-Doc
  • Mohammed Yassen, Doktorand
  • Christina Priemer, MTA

Projekte

Detaillierte Projektbeschreibungen finden Sie in den Jahresberichten des Instituts.

Virale Immunevasion

Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt der AG Virusimmunologie sind Immunevasionsmechanismen von humanpathogenen Herpesviren. Diese Krankheitserreger sind weltweit verbreitet, infizieren den größten Teil der Menschheit und sind  daher von großer Bedeutung in der Humanmedizin. Sie verursachen Herpes labialis, Windpocken, Herpes zoster und vieler andere bekannte Infektionserkrankungen. Bei immunsupprimierten Personen können Herpesviren gefährliche Symptome verursachen und stellen daher ein zunehmendes Problem in der Transplantationsmedizin dar.

Virusinduzierte Immunpathogenese

Ein anderer Schwerpunkt ist die Erforschung  der virusinduzierten Immunpathogenese nach Infektion mit Hantaviren. Diese Erreger können nach Übertragung von Tieren auf den Menschen Krankheiten hervorrufen, welche die Lunge, die Niere und das Herz betreffen können. In Deutschland wird eine zunehmende Verbreitung der Hantavirus-assoziierten Erkrankungen beobachtet.