Historisches über die Virologie an der Charité

Sie befinden sich hier:

Ursprung der virologischen Forschung

In der Geschichte der Humboldt-Universität findet man vielfältige Wurzeln der Virusforschung: So war Friedrich Loeffler, der Entdecker des Erregers der Maul- und Klauenseuche als sogenanntes "ultravisibles filtrierbares Virus", zuvor für einige Jahre als Mitarbeiter Robert Kochs in Berlin tätig. Schon in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts beschäftigte man sich an der Charité mit der experimentellen Zell- und Gewebezucht – einer Voraussetzung für die spätere Virusforschung. Und Ende der dreißiger Jahre wurden hier erstmals Viren auch sichtbar gemacht: Helmut Ruska, Assistent an der "I. Medizinischen Klinik" der Charité, gelangen die weltweit ersten Aufnahmen von Viruspartikeln mit einem von seinem Bruder Ernst Ruska und Bodo von Borries entwickelten Elektronenmikroskop.

Gründung des Instituts

Mit der Gründung 1958 stellt das Institut für Medizinische Virologie an der Medizinischen Fakultät (Charité) der Humboldt-Universität das älteste Institut dieses Fachgebietes in der deutschen Hochschulmedizin dar.

Helmut Ruska

Im Jahre 2003 wurde dem Institutsgebäude im Campus Charité Mitte der Name "Helmut-Ruska-Haus" verliehen. Damit soll an Helmut Ruska (1908-1973) erinnert werden, der einen großartigen Beitrag zur Entwicklung der Virologie und der Biomedizin insgesamt geleistet hat.